
Wir werden Spotify übernehmen.
Wir schauen nicht länger zu, wie unsere Musik nichts mehr wert ist, und nehmen die Sache nun selbst in die Hand. Und zwar so:
All unsere Einnahmen aus Spotify-Streaming investieren wir ab sofort in Spotify-Aktien. Das machen wir so lange, bis wir die Mehrheit an Spotify halten und über den Laden selbst bestimmen können.
Aktueller Stand (05.01.2026)
Marktkapitalisierung: ca. 101,28 Milliarden Euro
Aktienkurs: ca. 492,85 Euro
Anzahl ausgegebener Aktien: ca. 204.703.314
Mehrheit erreicht: bei ca. 102.351.658 Aktien
Einnahmen pro Stream: 0,3398 Cent
Aktuelle Summe unserer Streams: 8.658
Streams bis zur ersten Aktie: ca. 145.042
Streams bis zur Mehrheit: 14.845.239.285.188
Prognose:
Bei 1 Mio Streams pro Jahr*
übernehmen wir Spotify in
14 Millionen 845 Tausend 239 Jahren und 4 Monaten**.
Nimm dies, Daniel Ek!
*Für uns ein absurd hoher Wert
**Es sei denn, der Aktienwert steigt. Dann dauert es länger. Also sorgt dafür, dass er fällt!
PS: Wenn ihr lieber wollt, dass wir an unserer Musik ein bisschen verdienen, äh naja, zumindest einen Teil der Produktionskosten wieder reinbekommen, kauft sie gern auf Bandcamp oder Mirlo.
Ihr macht selbst Musik und wollt auch etwas tun? Macht mit! Gemeinsam geht es schneller. Wenn Taylor Swift mitmachen würde, schaffen wir es zusammen bereits in weniger als 1000 Jahren!
#OccupySpotify
FAQ
Meint ihr das ernst?
Absolut! Wir haben viel Geduld. Am Ende gewinnen wir.
Wie seid ihr auf diese beknackte Idee gekommen?
Die Aktion „Takeover BP“ des Künstlers Ruppe Koselleck hat uns zu #OccupySpotify inspiriert. Lars hat Ruppe einmal zufällig in Bremerhaven getroffen und ihn angesprochen, wie er es fände, wenn wir etwas ähnliches auf die Beine stellen würden. Ruppe fand’s gut, was uns sehr freut! Vielen Dank, Ruppe!
Warum verlasst ihr Spotify nicht einfach?
Ja, das wäre der einfache Weg, aber damit würden wir auf Dauer vermutlich weniger erreichen und nur kurzfristig Aufmerksamkeit für die Sache erzielen. Nicht vergessen: Wir werden Spotify übernehmen!
Ihr wollt doch nur mehr Streams auf Spotify erreichen!
Naja, wenn Spotify für uns funktionieren würde, wäre das wunderbar. Aber wir sind nicht Bad Bunny oder Taylor Swift. Spotify monetarisiert jeden einzelnen Song erst, wenn pro Jahr mindestens 1000 Streams erreicht wurden. Die ersten 1000 Streams sind also umsonst und zählen nicht. Ihr zahlt euer Abo, aber wir kriegen nichts. Wenn 1000 Leute das ganze Album einmal komplett hören, haben wir von 9000 Streams gar nichts. Für die nächsten 1000 Streams würden wir aktuell ca. 3,39 € ausgeschüttet bekommen. Davon zieht unser Distributor einen Anteil ab. Den Rest müssen wir versteuern.
Das ganze Album als Download und Stream bei Bandcamp kostet 11 €. Abzüglich Gebühren und Steuern bleibt uns nach nur einem einzigen Album-Verkauf ungefähr genau so viel wie nach den ersten 12.000 Streams auf Spotify. Wir wollen also viel lieber unser Album verkaufen, als dass es quasi umsonst gestreamt wird.
Ihr wollt doch nur Aktionäre werden und auch noch Dividende kassieren!
Ja, dieses notwendige Übel nehmen wir für die gute Sache in Kauf. Sollten wir tatsächlich Dividende ausgeschüttet bekommen, werden wir auch dies in neue Aktien investieren. Nicht vergessen: Wir streben eine feindliche Übernahme an!
Warum nur Spotify? Die anderen Streaming-Dienste sind doch auch nicht besser, oder?
Hier lohnt ein differenzierter Blick. Spotify hat aktuell (noch!) den größten Marktanteil beim Musik-Streaming. Andere Streaming-Dienste bieten teilweise höhere Ausschüttungen und andere Ausschüttungsmodelle, die vorteilhafter für kleine Bands wie uns sind (z.B. „user-centric payment model“). Qobuz ist z.B. eine recht gute Alternative, falls Du den Anbieter wechseln möchtest. Streaming bleibt aber ein disruptives Geschäftsmodell zu Ungunsten der Indie-Artists.
Warum schreibt ihr nichts zu Daniel Eks Investment in die Rüstungsfirma Helsing?
Dazu haben wir auch eine Meinung, aber mit #OccupySpotify konzentrieren wir uns auf das Geschäftsmodell des Konzerns und die feindliche Übernahme.
Wie kann ich mitmachen?
Du bist Künstler:in? Mach es uns einfach nach. #OccupySpotify ist eine Idee, kein Eigentum.
Du bist Musik-Fan? Erzähle möglichst vielen davon und nutze den Hashtag #OccupySpotify auf Sozialen Medien. Kündige gern auch dein Spotify-Abo und wechsle zu einer besseren Alternative. Das senkt den Aktienkurs!